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Kaffeekapseln: Bequem, aber ressourcenintensiv und teuer

25. August 2026

Kaffeekapseln sind auf vielen Veranstaltungen eine praktische Lösung. Sie ermöglichen eine schnelle Zubereitung und eine gleichbleibende Kaffeequalität. Aus Umweltperspektive haben sie jedoch einige Nachteile.
Für jede Tasse Kaffee fällt eine eigene Verpackung an. Dadurch wird deutlich mehr Material benötigt als bei Kaffee aus Großpackungen. Das erhöht den Ressourcenverbrauch bei Herstellung, Transport und Entsorgung.
Besonders Aluminiumkapseln sind problematisch. Aluminium wird aus Bauxit hergestellt. der Abbau von Bauxit umweltschädlich und die Herstellung von Aluminium sehr energieintensiv ist. Zwar können Aluminium- und Kunststoffkapseln recycelt werden, dafür müssen sie jedoch getrennt gesammelt und richtig entsorgt werden. In der Praxis passiert das oft nicht, weshalb viele Kapseln im Restmüll landen.

Kompostierbar heißt nicht automatisch nachhaltig

Biologisch abbaubare oder kompostierbare Kaffeekapseln wirken auf den ersten Blick umweltfreundlich. In der österreichischen Abfallwirtschaft werden sie aber häufig aussortiert, da die Verweildauer in industriellen Kompostieranlagen für einen vollständigen Abbau meist zu kurz ist. Die Kapseln landen daher oft in der thermischen Verwertung, werden also verbrannt. Für den Heimkompost können sie grundsätzlich geeignet sein, da sie dort länger Zeit für den biologischen Abbau haben. 

Unsere Empfehlung

  • Kaffee aus Filtermaschinen, Siebträgern oder Vollautomaten statt Kapselsysteme
  • Großpackungen statt Einzelportionen 

Wer auf Kaffeekapseln verzichtet, reduziert Abfall, spart Ressourcen und senkt häufig auch die Kosten. Schon mit dieser einfachen Maßnahme kann die Umweltbilanz einer Veranstaltung verbessert werden.

Übrigens: Veranstaltungen mit Kaffeekapseln können nicht als Green Event Tirol ausgezeichnet werden – unser Kriterium lautet: Keine Portionspackungen, lieber Großgebinde. Daher vermeidet auch Portionsmilch und Zuckertütchen bei eurem Event. Mehr zu diesen Portionspackungen gibt es dann im nächsten Newsletter. 

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