Abfallvermeidung

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Reduktion von Verpackungsmaterialien

Zahlreiche Untersuchungen haben die ökonomische und ökologische Überlegenheit von Mehrweg-Transportverpackungen gegenüber Einweg - Transportverpackungen aufgezeigt. Frag deine Lieferant_innen, ob Waren und Lebensmittel in Mehrwegtransportverpackungen (Obststeigen, Bäcker-oder Bierkisten, etc.) geliefert werden. Falls nicht, mach sie doch darauf aufmerksam, dass die Nutzung von Mehrweg-Transportverpackungen (MTV) gegenüber Einwegtransportverpackungen (ETV) neben zahlreichen ökonomischen auch viele ökologische Vorteile mit sich bringt1:

  • Geringerer Energieverbrauch, geringerer Rohstoffeinsatz (Holz, Papier), geringerer Ressourcenverbrauch (Luft, Wasser)
  • Geringere CO2-Emissionen
  • Abfallvermeidung
  • Stoffliche Verwertung beschädigter Mehrwegtransportverpackungen
  • Geringere humantoxikologische und ökotoxische Belastungen

Ist die Verwendung von Mehrwegtransportverpackungen nicht möglich, vereinbare mit deinen Lieferant_innen die Rücknahme des Verpackungsmaterials.

Großgebinde statt Portionspackungen

Portionspackungen verursachen unverhältnismäßig viel Abfall und untergraben die Glaubwürdigkeit eines Green Events. Verwende daher Großgebinde. Hierzu zählen auch Zuckerstreuer statt Zuckersäckchen, Ketchupflaschen und -spender statt -tütchen, Milchflaschen statt Portionspackungen, usw. Allerdings solltest du situationsgerecht kalkulieren, da es wenig zielführend ist, wenn Großpackungen nach der Veranstaltung noch mehr als halbvoll sind.

Lebensmittelverschwendung: Vermeidung durch sorgfältige Planung

In der gesamten EU werden jedes Jahr ca. 1/3 der Lebensmittel weggeworfen. In Österreich landen jährlich ca. 157.000 Tonnen Lebensmittel und Speisereste im Restmüll. Diese Menge entspricht der Menge an Lebensmittel, die von etwa einer halben Million Menschen pro Jahr zu Hause konsumiert wird (ohne Getränke und Milch). Das entspricht einer pro Kopf Menge von 19 kg jährlich. Pro Haushalt und Jahr könnten demnach Lebensmittel im Wert von ca. 300 Euro eingespart werden2.

Um bei Veranstaltungen Lebensmittelabfälle zu vermeiden ist eine sorgfältige Planung besonders wichtig. Mögliche Hilfen wären z.B.

  • Anmeldepflicht für die Veranstaltung
  • Auswahl von Speisen, die vor Ort rasch zubereitet werden können
  • Verwendung von Produkten, die gegebenenfalls weiter verkocht werden können
  • Nur sukzessives Auftragen von Speisen (so kann die Kühlkette nicht verwendeter Produkte eingehalten werden)
  • Abgabe übrig gebliebener Speisen an Mitarbeiter_innen, Hilfsorganisationen etc. (Achtung: dies ist nur zulässig, wenn die Speisen noch nicht aufgetragen wurden und sämtliche Hygienevorschriften eingehalten bleiben); siehe unten: Leitfaden für die Weitergabe von Lebensmitteln

Littering: vermeidbarer Abfall

Littering bezeichnet das unachtsame Wegwerfen von Abfällen. Bei Veranstaltungen landen insbesondere Flyer, Giveaways, Verpackungen von Speisen/Getränken und Zigarettenstummel oft am Boden. Daher ist es sinnvoll, so wenig „potentielle Abfälle“ wie möglich zu verteilen. Abgesehen davon, dass Aufräumzeit und Kosten eingespart werden können, lassen sich Litteringabfälle im Nachhinein kaum in den Stoffkreislauf zurückführen und müssen als Restmüll entsorgt werden.
Gerade Müllberge werden nach Veranstaltungen am stärksten wahrgenommen und trotz eines gelungengen Festes bleibt oft ein negativer Nachgeschmack. Deine Gäste und auch Anrainer_innen werden ein sauberes Veranstaltungsgelände schätzen. Wenig Abfall ist also gut für deine Gäste und Anrainer_innen, für Umwelt und Klima und natürlich auch für dein Image.

Dekoration und Giveaways

Am besten verzichtest du bewusst auf Dekoration und Giveaways. Falls du dennoch dekorieren, bzw. Giveaways verteilen möchtest, achte darauf, dass deine Dekorationselemente und Giveaways den Nachhaltigkeitskriterien entsprechen (langlebig, sinnvoll nutzbar, umwelt- und sozial verträgliche Produktion). Dekoration sollte zumindest wiederverwendbar sein.

Werbung

Verzichte auf das Verteilen von Flyern (s. Littering). Kündige dein Programm über Social Media, durch gut positionierte Plakate oder Infotafeln an. Achte darauf, dass Druckwerke jedenfalls auf 100% Recyclingpapier (z.B. blauer Umweltengel), chlorfrei gebleicht und nach Umweltzeichen-Kriterien produziert wurden.

Themenrelevante Kontakte

  • A&Mkreativfabrik GmbH (Wien)

    umweltfreundliche Werbemittel, give aways, Büroartikel, Schreibgeräte, Spiel & Spaß, Holzprodukte, Luftballons, Taschen, veganes Leder, Samenbomben, usw., nachhaltige Produktentwicklung

  • GreenGimix-Datenbank

    Die GreenGimix Datenbank erleichtert die Suche nach langlebigen Streuartikeln (give away), die eine ökologisch und sozial einwandfreie Alternative bieten.

  • insieme - natur bewusst erleben (Ansfelden)

  • KW open (Götzis)

    give away, Werbeartikel, Promotion Konzepte, ÖKOPROFIT zertifiziert

  • LEA Produktionsschule (Wörgl)

    Produkte aus Holz und Textil, Grafik und Design, Web-Design - Die LEA Produktionsschule in Wörgl ist ein Arbeits- und Lernort für Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren. Ein Lebensort, in dem Jugendliche neue Erfahrungen machen können und wo sie beim Übergang zu Ausbildung und Beruf unterstützt werden

  • Lebenshilfe (Innsbruck)

    Dankeskarten, Schreibtafeln, give away - Die Lebenshilfe Tirol ist eine beherzte Wegbegleiterin von Menschen mit Behinderungen bei einem barrierefreien, selbstbestimmten und erfüllten Leben.

  • Lilli Green Shop (Berlin)

    Nachhaltiges Design zum Wohnen, Leben, Spielen und Verschenken, give away

  • werbe fair Handels GmbH (Innsbruck)

    give away, Werbeartikel, fair & ökologisch

  • zotter Schokoladen Manufaktur GmbH (Riegersburg)

    Schokolade, bio & fair - europaweit der Einzige, der Schokolade von der Bohne weg (bean-to-bar) ausschließlich in Bio- und Fair-Qualität produziert!

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