Circular Events

27. Mai 2026

Was haben Green Events mit Kreislaufwirtschaft zu tun?

Green Events zeigen seit vielen Jahren, dass nachhaltige Veranstaltungen mehr bewirken als einen gelungenen Veranstaltungstag.  Wer Events bewusst plant, kann Veränderungen anstoßen – in Organisationen, Gemeinden und auch im Alltag der Menschen.

Kaum ein Ansatz bringt so viele Themen zusammen – von Abfall über Mobilität bis hin zu Verpflegung, Wasser&Energie, Beschaffung, sozialer Verantwortung und Kommunikation – und erreicht gleichzeitig so viele unterschiedliche Menschen.

Besonders wirkungsvoll ist dabei der Praxisbezug: Nachhaltigkeit wird nicht nur erklärt, sondern direkt erlebbar gemacht.

Gerade weil Veränderungen oft Unsicherheit auslösen, spielen Veranstaltungen eine wichtige Rolle. Green Events bieten einen geschützten Rahmen, in dem nachhaltige Lösungen ausprobiert werden können. Dabei wird erfahrbar, dass sie keinen Verzicht bedeuten, sondern Lebensqualität, Gemeinschaft und Mehrwert schaffen.

Vom linearen zum zirkulären Denken

Unsere heutige Wirtschaftsweise funktioniert größtenteils linear:
Rohstoffe werden entnommen, verarbeitet, genutzt und anschließend entsorgt – nehmen, produzieren, wegwerfen.

Dieses Prinzip zeigt sich auch bei vielen Veranstaltungen, zum Beispiel durch Einwegmaterialien oder Lösungen, die nur kurzfristig gedacht sind.

Die Kreislaufwirtschaft setzt hier anders an. Ihr Ziel ist es, Ressourcen möglichst lange im Umlauf zu halten, Abfall von Beginn an zu vermeiden und Materialien mehrfach zu nutzen:
vermeiden, wiederverwenden, reparieren, teilen – und erst zuletzt recyceln.

Derzeit liegt die Nutzung von wiederverwendbaren Materialien in Österreich laut Eurostat erst bei rund 12 %. Gleichzeitig zeigen politische Vorgaben klar: Der Wandel hin zu kreislauforientiertem Handeln ist gewollt und notwendig.
Green Events machen schon heute sichtbar, wie das konkret und alltagstauglich umgesetzt werden kann.

Warum Green Events auch Circular Events sind

Green Events und Circular Events verfolgen denselben Grundgedanken: ressourcenschonend, verantwortungsvoll und zukunftsfähig zu handeln.

Während Green Events Nachhaltigkeit ganzheitlich betrachten, übertragen Circular Events gezielt die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft auf alle Phasen einer Veranstaltung – von der Planung bis zur Nachbereitung.

Ein zirkuläres Event fragt daher nicht nur:
Was brauchen wir?
sondern auch:
Was können wir vermeiden? Was lässt sich mehrfach nutzen? Was kann geteilt, repariert oder neu gedacht werden?

Ausblick: Die R‑Prinzipien für Events

Die 9R‑Prinzipien der Kreislaufwirtschaft beschreiben Strategien von Refuse, Rethink und Reduce bis Reuse, Repair, Refurbish, Remanufacture, Repurpose und Recycle, die darauf abzielen, Ressourcenverbrauch zu vermeiden, Produkte länger zu nutzen und Materialien im Kreislauf zu halten

Mit diesem Beitrag startet eine neue Serie im Green Events Tirol Newsletter. In den kommenden Ausgaben werden die R‑Prinzipien der Kreislaufwirtschaft näher vorgestellt und konkret auf Veranstaltungen angewendet – praxisnah, verständlich und alltagstauglich.

Denn zukunftsfähige Veranstaltungen sind nicht linear. Sie sind green – und zirkulär!

nach oben