Was haben Green Events mit Kreislaufwirtschaft zu tun?
Green Events zeigen seit vielen Jahren, dass nachhaltige Veranstaltungen mehr bewirken als einen gelungenen Veranstaltungstag. Wer Events bewusst plant, kann Veränderungen anstoßen – in Organisationen, Gemeinden und auch im Alltag der Menschen.
Kaum ein Ansatz bringt so viele Themen zusammen – von Abfall über Mobilität bis hin zu Verpflegung, Wasser&Energie, Beschaffung, sozialer Verantwortung und Kommunikation – und erreicht gleichzeitig so viele unterschiedliche Menschen.
Besonders wirkungsvoll ist dabei der Praxisbezug: Nachhaltigkeit wird nicht nur erklärt, sondern direkt erlebbar gemacht.
Gerade weil Veränderungen oft Unsicherheit auslösen, spielen Veranstaltungen eine wichtige Rolle. Green Events bieten einen geschützten Rahmen, in dem nachhaltige Lösungen ausprobiert werden können. Dabei wird erfahrbar, dass sie keinen Verzicht bedeuten, sondern Lebensqualität, Gemeinschaft und Mehrwert schaffen.
Vom linearen zum zirkulären Denken
Unsere heutige Wirtschaftsweise funktioniert größtenteils linear:
Rohstoffe werden entnommen, verarbeitet, genutzt und anschließend entsorgt – nehmen, produzieren, wegwerfen.
Dieses Prinzip zeigt sich auch bei vielen Veranstaltungen, zum Beispiel durch Einwegmaterialien oder Lösungen, die nur kurzfristig gedacht sind.
Die Kreislaufwirtschaft setzt hier anders an. Ihr Ziel ist es, Ressourcen möglichst lange im Umlauf zu halten, Abfall von Beginn an zu vermeiden und Materialien mehrfach zu nutzen:
vermeiden, wiederverwenden, reparieren, teilen – und erst zuletzt recyceln.
Derzeit liegt die Nutzung von wiederverwendbaren Materialien in Österreich laut Eurostat erst bei rund 12 %. Gleichzeitig zeigen politische Vorgaben klar: Der Wandel hin zu kreislauforientiertem Handeln ist gewollt und notwendig.
Green Events machen schon heute sichtbar, wie das konkret und alltagstauglich umgesetzt werden kann.
© Global 2000
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Warum Green Events auch Circular Events sind
Green Events und Circular Events verfolgen denselben Grundgedanken: ressourcenschonend, verantwortungsvoll und zukunftsfähig zu handeln.
Während Green Events Nachhaltigkeit ganzheitlich betrachten, übertragen Circular Events gezielt die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft auf alle Phasen einer Veranstaltung – von der Planung bis zur Nachbereitung.
Ein zirkuläres Event fragt daher nicht nur: Was brauchen wir? sondern auch: Was können wir vermeiden? Was lässt sich mehrfach nutzen? Was kann geteilt, repariert oder neu gedacht werden?
Ausblick: Die R‑Prinzipien für Events
Die R‑Prinzipien der Kreislaufwirtschaft beschreiben die verschiedenen Strategien, um Ressourcen möglichst lange und effizient zu nutzen. Die Bezeichnung „R‑Prinzipien“ leitet sich daraus ab, dass die neun entsprechenden Begriffe im Englischen alle mit dem Buchstaben „R“ beginnen.
In den kommenden Ausgaben unseres Newsletters widmen wir uns den einzelnen R‑Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und zeigen konkret, wie sie bei Veranstaltungen angewendet werden können – praxisnah, inspirierend und alltagstauglich.
Denn zukunftsfähige Veranstaltungen sind nicht linear. Sie sind green – und zirkulär!